Ein psychologisch fundierter Selbsttest in zehn Fragen. Keine richtigen Antworten. Nur ehrliche.
Fritz J. Bicker · bav.ch
Kontrolle ist kein Thema, das erst beginnt, wenn man Menschen führt. Es beginnt, wenn man morgens aufwacht und entscheidet, ob man den Tag plant oder laufen lässt. Es zeigt sich im Umgang mit Verspätungen, mit Enttäuschungen, mit Entscheidungen, die andere über einen getroffen haben.
Tasha Eurich hat in einer der grössten Studien zur Selbstwahrnehmung festgestellt, dass sich zwar 95 Prozent der Menschen für selbstbewusst halten, tatsächlich aber nur 10 bis 15 Prozent eine belastbare Selbstkenntnis besitzen. Der Abstand zwischen dem, wie wir uns einschätzen, und dem, wie andere uns erleben, ist in Führungsrollen besonders gross.
Dieser Test ist kein klinisches Diagnoseinstrument. Er ist ein Reflexionswerkzeug, entwickelt auf Basis etablierter psychologischer Forschung: Locus of Control (Rotter, 1966), Regulatory Focus Theory (Higgins, 1997), Bindungsforschung (Bowlby, 1969), Situational Leadership (Hersey & Blanchard, 1969), Affektregulation (Gross, 1998) und psychologische Flexibilität (Hayes et al., 1999). Was gut gemachte Reflexionsinstrumente leisten: Sie machen Muster sichtbar, die im Alltag verborgen bleiben.
Die Reihenfolge der Antwortoptionen wird bei jedem Aufruf neu gemischt. So ist das Muster nicht erkennbar, bevor man die Auswertung liest.
Beide Tests arbeiten mit denselben vier Grundtypen. Die Fragen sind unterschiedlich: beruflich oder privat.
Fritz J. Bicker zeigt, warum das Streben nach Kontrolle uns oft weniger handlungsfähig macht, und was echte Führung stattdessen bedeutet.
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